Meinungvor 2 Wochen

Alaphilippe traf die Entscheidung zum Rücktritt auf die gleiche Weise, wie er Rennen gewann — aus dem Bauch heraus, nicht nach Zahlen. Er wachte im Trainingslager auf, spürte es, und das reichte.
Diese Gewissheit behielt er monatelang für sich, bevor er sie am 22. August öffentlich bestätigte: «Ich bin immer aus dem Instinkt heraus gefahren, habe angegriffen, wenn die Beine brannten, nicht wenn die Zahlen es mir sagten. Diese Entscheidung habe ich auf die gleiche Weise getroffen.» Die Rahmung, die er wählte, war bewusst — nicht Niedergang, nicht Bedauern, sondern ein sauberer Tausch: «Ich habe alles gegeben, was ich hatte, und der Radsport hat mir alles zurückgegeben.» Für einen Fahrer, der 13 Jahre lang sich weigerte, nach Datenblättern zu fahren, ist es völlig konsequent, sich auf Gefühl zu verabschieden.