Meinunggestern
Belgien reist als Favorit nach Montreal – ohne Pogačar. Remco Evenepoel und Wout van Aert sind der Grund. Doch dieser Favoritenstatus funktioniert nur, wenn die beiden tatsächlich miteinander kommunizieren. In Wollongong 2022 war genau das zusammengebrochen: Evenepoel attackierte früh, kritisierte die Teamtaktik und fehlte beim anschließenden Debriefing.
Ihre Profile sind füreinander gemacht, nicht gegeneinander: Evenepoel attackiert aus der Distanz, van Aert wartet und gedeiht in einer kleineren Gruppe am Ende. Nationaltrainer Serge Pauwels erklärt das Kernproblem: Die alten Gespräche drehten sich um Pogačar – jetzt ist dieser Gegner weg. Belgiens zwei Anführer müssen den Favoritenstatus ohne gemeinsamen Feind managen. Das ist eine schwierigere Aufgabe als Wollongong, wo wenigstens alle einig waren, wen man zu jagen hat.
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