Meinungvor 2 Wochen
Decathlon CMA CGM zog ab Kilometer 85 das Tempo an, um Rivalen zu isolieren und Felix Galls Klassementposition zu schützen – und verwirrte damit am Ende die eigene Konkurrenz mehr, als dass sie Pogačar schadete. Die Taktik reduzierte UAE Team Emirates-XRG bis zum zweiten Anstieg auf drei Fahrer, dann attackierte Pogačar solo bei 50 Kilometern und gewann am Ende mit 2:39 Minuten Vorsprung vor Jarno Widar.
Das deutlichste Zeichen, dass Decathlons Ansatz in der Ausführung schiefging: Iván Romeo, der als Fahrer im Feld unterwegs war, gab zu, dass er es selbst nicht verstanden hatte. «Decathlon hat das Rennen irgendwie vermasselt. Ich weiß nicht, ob die Zuschauer zu Hause es verstanden haben, aber ich jedenfalls nicht», sagte er gegenüber Eurosport. Mit numerischer Überlegenheit verhinderte Decathlons frühes Tempo zwar, dass andere Teams in die Ausreißergruppe gehen konnten – ein legitimer Klassement-Schachzug – aber die Intensität überraschte das ganze Feld, Romeo eingeschlossen: «Wenn man ein Team mit solcher Überlegenheit sieht, denke ich, hat uns das alle überrascht.» Die Verwirrung kostete Pogačar keine Sekunde.
Sources
Decathlon CMA CGM's tactics criticised in the Vuelta a España gruppetto: 'Kind of messed up the race''With that madman you don't even know what the time limit is going to be' - Iván Romeo questions Decathlon Vuelta a España tacticsTadej Pogačar wins again in Stage 4 of the 2026 Vuelta a España - VAVEL USA