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Meinungvor 3 Wochen
Der Tod von Finlay Tarling bei der Volta a Portugal 2026 ist keine Anomalie, sondern Systemversagen: Der 19-Jährige des NSN Development Team kam ums Leben, als ein Wagen aus der Gegenrichtung die Strecke verließ und ihn außerhalb des Konvois traf. Es ist der sechste tödliche Unfall im Straßenradsport in drei Jahren — und die UCI verfügt über keinen Durchsetzungsmechanismus für Sicherheitsstandards bei über 700 unabhängig organisierten Rennen.
Nach dem Tod von Gino Mäder 2023 startete die UCI die Initiative SafeR — eine Plattform, auf der Stakeholder Sicherheitsfragen «diskutieren», ohne unabhängigen Veranstaltern Standards vorzuschreiben zu können. Jonathan Vaughters wies die Helmdiskussion klar zurück: «A car going straight into riders full speed opposite direction and the problem is the helmets? I can't even begin to comment on this level of insensitivity.» Die meisten der rund 700 Rennen im Kalender sind auf Einnahmen von Austragungsstädten und TV-Rechten angewiesen — ein struktureller Anreiz, die Kurs-Sicherheit zu sparen. Nach Tarlings Tod beschränkte sich die UCI auf eine Trauermitteilung.

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