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Meinungvor 2 Wochen
Aufbau der Frauenrennszene in Afrika bei der Tour du Burundi
Dan Challis
Die Tour du Burundi ist zum strukturellen Rückgrat des afrikanischen Frauenradsports geworden — nicht nur ein Rennen, sondern die Institution, die Rennkarrieren auf einem Kontinent möglich macht, wo UCI-Frauenstagerennen noch an einer Hand zu zählen sind.
Der Beweis liegt in dem, was die Ausgabe 2026 hervorbrachte: Elizabeth aus Sierra Leone wurde die erste Frau ihres Landes, die das Rennen beendete, Hermionne Ahouissou bescherte Benin seinen ersten Etappensieg in einem internationalen Rennen, und Benins Trainer Salami Avoceiten kam an, nachdem er gerade eine fortgeschrittene taktische Schulung in den USA absolviert hatte. Als Claudette Nyirarukundo ein europäisches Visum verweigert wurde, war die Antwort von Team Amani-Direktor Gebremariam unmissverständlich: «Deshalb ist es so wichtig, auch zu Hause Rennmöglichkeiten zu schaffen.» Das Rennen startete 2021 mit fünf Nationen; die Ausgabe 2026 zog acht afrikanische Länder plus Kasachstan auf UCI-2.2-Niveau an — und die Infrastruktur, die es aufbaut, ist nun genauso wichtig wie die Ergebnisse.

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