Meinungvor 2 Wochen

Garmin und TrainingPeaks ermöglichen es Fahrerinnen nun, Zyklus-Daten direkt in ihre Trainings-Dashboards einzutragen, und Trainer werden versichert, dass dies ein „Superkraft" sei. Eine aktuelle Leistungsstudie fand jedoch keinen signifikanten Unterschied zwischen früher Follikelphase und mittlerer Lutealphase — genau die Aufteilung, auf der die Tracking-Erzählung aufbaut.
Im Radsport gibt es hier keine einheitliche Methodik: Eine Cluster-Studie von 81 vollständigen Zyklen fand einen 8 % höheren Intensitätsindex zur Zyklusmitte, während eine separate Studie zu submaximalem Training keinen signifikanten Leistungsunterschied zwischen den Phasen feststellte. Die Fachwelt selbst räumt ein, dass allgemeine zyklus-basierte Periodisierungsratschläge derzeit nicht gegeben werden können. Was die Daten konsistent unterstützen, ist die Gesundheitsseite — Profis zeigen regelmäßig zyklus-bedingte Störungen, die mit RED-S verbunden sind, mit echtem Langzeitrisiko für Knochendichte und kardiovaskuläre Gesundheit. Das ist schwerer zu verkaufen als ein Performance-Hack, was möglicherweise erklärt, warum es nicht die App-Adoption antreibt.
Sources
The Impact of Menstrual Cycle Phase on the Power Profile of Female Cyclists During a Standardised Submaximal Training RideImpact of menstrual cycle or combined oral contraception on elite female cyclists' training responses through a clustering analysis of training sessionsCycling Through the Menstrual CycleHow Menstrual Cycle Tracking Can Revolutionize Female Athlete Training