MeinungWorldsvor 2 Wochen
Guillaume Boivin wurde wenige Tage vor den 2026 UCI Road World Championships als Ersatzfahrer aufgeboten, nachdem Derek Gee-West beim Grand Prix Cycliste de Montréal Rippen brach. Er verbrachte mehr als 140 Kilometer in der Ausreißergruppe auf seinen Heimatstraßen, dann kündigte er seinen Rücktritt an. Siebzehn Jahre auf der WorldTour — und das Schlussbild zeigt ihn in einer Flucht, in der er eigentlich gar nicht hätte fahren sollen.
Boivin hatte keinen Vertrag mit NSN Cycling für 2027 und war nicht eingeplant für Montreal, bis Gee-Wests Sturz den Anruf erzwang. Drei nationale Titel und ein neunter Platz bei Paris-Roubaix — das ist die Bilanz auf dem Papier, aber das war nie der Kern seiner Karriere. «Ich hoffe, ich habe meine Leidenschaft für den Radsport vermittelt, zusammen mit Durchhaltevermögen und Widerstandskraft» — so fasste er es zusammen. Und «Ich habe alles gelebt, was ich leben sollte» ist der Ton, in dem er sich verabschiedete.
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