Thread · 8 Teile · 2 Min.Worldsletzte Woche
Lara Gillespie baut sich ein Skillset auf, das es noch gar nicht geben dürfte

Lara Gillespies Aufstieg passt in kein Schema: Sie ist eine Bahnsprinterin, die Kopfsteinpflaster lesen lernte, und eine Klassikerin, die die Bahn noch immer beherrscht — ein Hybrid-Skillset, das normalerweise ein Jahrzehnt braucht.
- 1/8Lara Gillespies Aufstieg passt in kein Schema: Sie ist eine Bahnsprinterin, die Kopfsteinpflaster lesen lernte, und eine Klassikerin, die die Bahn noch immer beherrscht — ein Hybrid-Skillset, das normalerweise ein Jahrzehnt braucht.
- 2/8Beginnen wir mit dem, was verloren ging. Wiederkehrende Verletzungen und Krankheiten warfen sie 2024 aus der Bahn. «Jeder erlebt schwere Zeiten, aber wenn es dann wieder bergauf geht, vergisst man sie irgendwie», sagte sie im März 2025 und blickte auf die Phase zurück, die die Saison fast schon zu Beginn begraben hätte.
- 3/82024 war der Neustart: Ein Schulterbruch wenige Wochen vor Paris 2024 hielt sie nicht vom Wettkampf ab, und sie half Irlands Vierer-Verfolgerinnen trotzdem, sich erstmals für die Olympischen Spiele zu qualifizieren — mit einem neuen Landesrekord.
- 4/8Im selben Jahr betrat sie die Straßenseite ihrer hybriden Identität. Beim Antwerp Port Epic — 135 Kilometer Kopfsteinpflaster, Schotter und Industriewind — attackierte sie im vorletzten Sektor und gewann solo, ein Finish, das die Schlusssprintgeschwindigkeit einer Sprinterin und das Timing einer Klassikerin brauchte.
- 5/8Der WorldTour-Vertrag mit UAE Team ADQ kam im Juni 2024, nach zwei Jahren im Development Team. «Ich nahm nicht nur teil, ich konnte wirklich auf höchstem Niveau konkurrieren», sagte sie über ihre Debütsaison, die auch eine Bronzemedaille im Punktefahren bei der 2024 Track Worlds in Ballerup brachte.
- 6/82025 war der Bahnhöhepunkt: Gold im Ausscheidungsfahren bei den UEC European Championships und den UCI Track World Championships in Santiago — die erste irische Frau überhaupt mit einem dieser Titel. Lorena Wiebes schlug sie im Scratch Race bei denselben Worlds, wo Gillespie Achte wurde — eine Erinnerung daran, dass ihre Omnium-Spannbreite neben einer reinen Sprinterin noch Lücken hat.
- 7/8Das Kopfsteinpflaster schärft sie weiter: 18. beim Paris-Roubaix Femmes Debüt, 8. im folgenden Jahr trotz eines Sturzes im 10. Sektor — Fortschritt auf einem Kurs, der genau die Fahrtechnik und Kraftspannbreite belohnt, die ihr Bahnhintergrund aufgebaut hat.
- 8/8Im November 2025 rangierte sie 5. in der globalen UCI Endurance-Bahnwertung. Zwei Disziplinen, die sich in einem Fahrer so selten überschneiden, deuten darauf hin, dass Gillespie noch nicht fertig ist, herauszufinden, wo ihre Leistung wirklich endet.
Sources
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