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Solène Muller gewann die 1. Etappe der Faun Tour Femmes 2026 nach einem späten Angriff, der die Gruppe auf fünf Fahrerinnen reduzierte, und schlug Nienke Vinke im Sprint in Boffres. Fünf WorldTour-Teams hatten Fahrerinnen in dieser Ausreißergruppe — keine von ihnen fuhr die Lücke zu. Die Kluft im Frauenradsport ist längst keine Talentfrage mehr, sondern eine Frage der Ausführung. Eine Pro-Tour-Fahrerin hat gerade bewiesen, dass sie das schneller lesen kann als die großen Teams.
Muller wurde vor dieser Rundfahrt kaum zwei Monate Profi bei St Michel-Preference Home-Auber 93 — sie unterzeichnete ihren Stagiaire-Vertrag im August 2025, wenige Wochen später folgte der Profivertrag. Sie kam zur 1. Etappe mit null UCI-Siegen und Platz 540 der Weltrangliste an. Das spielte in den Schlusskilometern keine Rolle: Sie attackierte, erzwang die Spaltung und schlug Fahrerinnen aus Teams mit deutlich besserer Ausstattung. WorldTour-Tiefe war an diesem Tag auf der Straße — es reichte nur nicht aus.
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