MeinungWorldsvor 21 Stunden
Spanien führt sein Worlds-Team mit zwei Kapitäninnen an: Mavi García, 42 Jahre alt und in ihrer letzten Profisaison, und Paula Blasi, die wenige Monate nach ihrem Sieg bei La Vuelta Femenina — als erste spanische Fahrerin überhaupt — in die Elite-Kategorie aufsteigt. Dieses Duo ist keine klassische Mentor-Nachfolger-Konstellation: García kam mit 31 Jahren vom Tennis und Triathlon zum Radsport, Blasi mit 21 Jahren nach Laufverletzungen. Beide fahren nach demselben Prinzip: attackieren, die Gruppe zerreißen, das Rennen hart machen.
García nannte Blasi „genau wie ich, nur 20 Jahre jünger" — keine Aussage über Talent, sondern über den Weg. Beide kamen spät und auf Umwegen zum Radsport, beide bauten ihre Reputation auf aggressivem Racing auf, nicht auf Statistiken. Garcías Bronze bei der Worlds 2025 in Kigali zeigt: Sie ist nicht gekommen, um die Zügel stillschweigend abzugeben. Blasi kommt mit einem Monument und La Vuelta Femenina im Gepäck an. Die 180,4 Kilometer über acht Runden Mont-Royal in Montreal werden zeigen, ob Spanien wirklich zwei gleichberechtigte Führungsfiguren fahren kann — oder ob es doch nur eine Kapitänin und eine Nachfolgerin sind.
Sources
PAULA BLASI, MAVI GARCÍA AND WHY ROLE MODELS MATTER: "SHE IS JUST LIKE ME, BUT 20 YEARS YOUNGER" - La Vuelta Femenina 2026Spain's World Championships line-up - Co-leaders announced as teams hope Pogacar's absence can open up race2026 La Vuelta Femenina2026 World Cycling Championships: Showdown in Montreal | TOUR