MeinungWorldsvor 3 Wochen

Auf die Frage, ob die 174 Kilometer im Alleingang ihm Zuversicht für Montréal geben, griff van der Poel nicht zu Durchhaltevermögen oder Zähigkeit. «Ich hoffe es. Ich hatte heute unglaublich gute Beine», sagte er. Das ist nicht die Aussage eines Fahrers, der sich auf einem Kletterkurs einrichtet — sondern einer, der den Bergfahrern signalisiert, dass er das Rennen nach seinen Regeln gestalten kann.
Wenige Tage zuvor hatte van der Poel die Montréal-Strecke als «ein bisschen zu schwierig für mich» charakterisiert und auf die wiederholten Anstiege hingewiesen. Die Luxemburg-Etappe selbst brachte über 3.000 Höhenmeter mit sich, und van der Poel fuhr 174 der 177 Kilometer allein — nicht überlebend, sondern gewinnend mit mehr als einer Minute Vorsprung. Hinzu kommt: Er ist zwei Kilogramm leichter als im Frühjahr, eine Veränderung, die er selbst auf den Anstiegen spürt. Zusammengenommen signalisiert das nicht einem Fahrer, der das Terrain Evenepoel, Del Toro oder Seixas überlässt — sondern einem, der ihren Kurs in einen Kraftwettbewerb verwandeln kann.
Sources
'This wasn't the plan': Mathieu van der Poel reveals 'incredible legs' after stunning 175km solo before Worlds'A little too difficult for me' – Mathieu van der Poel plays down his World Championships chancesMathieu van der Poel launches monster 175km solo in final Worlds test at Tour de Luxembourg'That was not the plan' - Mathieu Van der Poel flies to 174km solo victory in final World Championships tune-up
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