Meinungvorgestern
BMC schließt sein XC-Team und steigt in den Frauen-Straßenradsport ein – ohne bisher ein Team zu haben

BMC beendet zum Ende des Jahres 2026 seine offizielle Cross-Country-Struktur, BMC Factory Racing verlässt den XCO-Weltcup 2027. Als Grund nennt der Hersteller den Einstieg in den Frauen-Straßenradsport, den er als „längst überfällig" bezeichnet. Welches Frauenteam 2027 auf BMC-Rädern fahren wird, ist bislang nicht bekannt.
Was das bedeutet
Für die XC-Fahrer endet mit 2026 die Werksunterstützung, und BMC hat nicht gesagt, wie es für sie weitergeht. Der Hersteller will dagegen die Sponsoring-Engagements bei Bike Team Solothurn und Tudor Pro Cycling fortsetzen und baut ein neues Offroad-Programm rund um Gravel-Serien auf.
BMC war 2026 nur auf Einladung im XCO-Weltcup am Start, da das Team nicht zu den 20 bestplatzierten gehörte. Für die vier Elite-Fahrer Jordan Sarrou, Loana Lecomte, Titouan Carod und Luke Weidmann gibt es für 2027 noch keine Pläne. Auf der Straßenseite fehlt BMC ebenfalls noch ein Partner: Einen Platz im Women's WorldTour oder auf ProTour-Niveau hat der Hersteller bislang nicht vergeben und nicht verraten, welches Frauenteam 2027 seine Räder nutzt. Offiziell begründet BMC die Entscheidung mit einer Umverteilung der Sportinvestitionen; einen Zusammenhang mit den Kosten einer Weltcup-Teilnahme stellte das Unternehmen nicht her. Die Athleten und das Personal des Werksteams seien im Frühjahr 2026 über die Schließung informiert worden. In der Pressemitteilung heißt es zur Begründung: „Wie praktisch alle Profirennen der Frauen in diesem Jahr gezeigt haben, ist der Frauenradsport auf einem Vormarsch, der nicht aufzuhalten oder zu bremsen ist."
Sources
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