MeinungGirovor 2 Wochen
Jay Vine liegt nach der 2026 Vuelta a España auf Platz zehn der Gesamtwertung, 4:11 Minuten hinter Tadej Pogačar — nicht, weil er für sich selbst fährt, sondern weil er sich für seinen Kapitän aufopfert. Nach einem Kahnbeinbruch, einem Sturz bei der Volta a Catalunya und einem Giro-Abbruch mit Gehirnerschütterung und gebrochenem Ellbogen ist diese stille Helferrolle die eigentliche Comeback-Geschichte.
Vine gewann die Bergwertung der Vuelta 2024 und 2025 und holte sich im vergangenen Jahr zwei Etappensiege dort — er ist kein Fahrer, der bei diesem Rennen normalerweise unsichtbar bleibt. Dieses Jahr zeigt er sich im Dienste, und Pogačar hat das bemerkt: «Wenn Jay [Vine] mich am Hinterrad von Decathlon vorbeilässt, dann weiß ich: OK, ich will nicht auch noch isoliert gegen alle Klassementfahrer dastehen, weil die werden alle gegen mich spielen.» Das ist kein Schlagzeilenergebnis, aber nach einer Saison, die seinen Körper zweimal zerlegte, bevor der Giro überhaupt begann, ist es die Bestätigung, die zählt.
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