Meinungvor 2 Wochen
Matthew Brennan hat bei seiner ersten Grand Tour bereits beide Sprintchancen genutzt – auf zwei völlig unterschiedlichen Zieltypen. Das ist nicht das Glück eines Debütanten – das ist ein Sprinter-Puncheur mit dem Rüstzeug eines fertigen Fahrers.
Die 2. Etappe nach Manosque endete in einem Anstieg, die 5. Etappe nach Roquetes kam vom Alto de Paüls herunter – ein knackiger Anstieg in den letzten 20 Kilometern, der das Sprintfeld völlig durcheinander wirbelte. Brennan schlug dort Jordi Meeus und Vincenzo Albanese, nachdem er drei Tage zuvor auf völlig anderem Terrain eine andere Sprintgruppe besiegt hatte. Team Visma | Lease a Bike baute beide Siege nach demselben Muster auf – Wout van Aert orchestrierte die Position über den ganzen Tag, Christophe Laporte lieferte das finale Lead-Out – doch die Zielankünfte selbst erforderten zwei völlig unterschiedliche Fähigkeiten. Mit 21 Jahren, im Debüt bei einer Grand Tour, trägt Brennan bereits das Weiße Trikot und zerlegt Sprints, die eigentlich nicht für einen Fahrer zweimal passen sollen.
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