MeinungVueltaletzte Woche
Pogačar verlor nicht die 8. Etappe — er hatte die Vuelta bis dahin bereits gewonnen, genau wie geplant. Er baute seinen Vorsprung aus, sicherte sich drei Etappensiege, dann endete alles 33 Kilometer vor einem Massensprint, den niemand für nötig gehalten hätte. Ein Stein auf der Straße.
Die 8. Etappe bot nur 1.280 Höhenmeter — einer der leichtesten, sichersten Tage der Eröffnungswoche, die Art von Etappe, die Klassementfahrer im Schlaf bewältigen. Pogačars gesamte Rennstrategie war darauf ausgerichtet, früh einen Vorsprung aufzubauen, um sich gegen Pech später zu wappnen; der Sturz kam, bevor „später" überhaupt begann. Die Schotterpiste in Etappe 6 war Pogačar, der am Limit fuhr und trotzdem gewann — das hier war kein Limit, nur ein Stein auf einer Etappe, die der Erholung diente, nicht dem Risiko.
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